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07.11.2012

Hinweise zum Blogger-Editor im Verfassen-Modus

Anfänglich hält man den Blogger-Editor für einen "What You See Is What You Get"-Editor. Das kann er aber allein deshalb nicht sein, weil er nie in den Maßen angezeigt wird, die die individuelle Post-Breite hat (die ist bei jedem unterschiedlich) und ggf. auch nicht mit der Schriftart, die man im Blog nutzt.

Mit der Zeit hat man das Gefühl, dass er ein "What You See Is What Is Inside, Not The Layout. - So Try It Oftener!"-Editor ist.

Letztlich tun wir ihm aber einfach nur so lange Unrecht, bis wir verstanden haben, wie er funktioniert und das bei unseren Einträgen berücksichtigen.

Das verträgt der Blogger-Editor im Verfassen-Modus beispielsweise nicht:

  • Fremdformatierte Inhalte reinkopieren
  • Bilder mit der Maus verschieben
  • Format-Kommandos überschreiben, statt sie erst rückgängig zu machen bzw. rauszunehmen 
  • Bilder im Post per "Entfernen" im Bildmenübalken löschen

Wenn wir in den Editor im Verfassen-Modus etwas eintragen, dann schreibt im Hintergrund ein Blogger-Programm den dazugehörigen HTML-Code in den HTML-Modus des Editors. Und zwar in der Art, wie Blogger das für sich systematisiert hat und mit den Kommandos, die die Blogger-Programme einzig akzeptieren können.
So wirkt das Einbringen von Fremdcode:
Wenn man da nun Fremdcode einbringt, indem man in anderen Programmen formatierten Text da reinkopiert, dann versteht das Programm den ggf. nicht und bastelt eine Notlösung daraus und dann hat man da etwas, das man kaum noch gestaltet bekommt. Ggf. hilft es dann nicht mal, alles zu markieren und auf "Formatierung entfernen" zu klicken, weil der Editor Fremdcode nicht als Formatierung identifiziert und der HTML-Müll, der bei der Notlösungsaktion enstanden war, ebenfalls nicht als Formatierung gelten kann. Das alles steht dann aber im HTML und einer fehelerfreien Gestaltung im Verfassen-Modus im Weg.
So wirkt das Verschieben von Bildern:
Was man im Verfassen-Modus als Bild sieht, ist ja nichts weiter als allerlei Code im HTML. Verschiebt man ein Bild, dann schiebt man also den Code durch das HTML. Dabei kommt es vorübergehend zu Zerstückelungen von Code anderer Elemente oder zur Trennung von Code und den dazugehörigen Elementen. Alle paar Schiebemilimeter versucht das Programm den dann aktuellen HTML-Status zu korrigieren und am Schluss hat man ein regelrechtes Schlachtfeld im HTML, mit lauter Verwundeten und Toten.
So wirkt das Überschreiben von Formatierungen:
Wenn man eine Text-Formatierung überschreibt, ohne die alte zuvor zu entfernen, dann bleiben beide Kommandocodes im HTML stehen. Macht man das noch öfter, dann hat man auch die weiteren Kommandos da stehen. Wenn man dann im Text allerhand umstrukturiert, dann kann es dazu kommen, dass man die vielen Kommandos, die man mal gegeben hatte, ohne, dass man noch nachvollziehen könnte, wo sie beginnen und wo sie aufhören, über den Text verteilt, weil man die Anfänge und Enden der Codes verstreut. Dann wirkt es, als würde der Text verrückt spielen und machen, was er wollte. Farben kriegt man scheinbar nicht mehr raus, mittige Ausrichtung scheinbar nicht mehr rein, ... Das liegt dann daran, dass man die verschiedenen Kommandos so miteinander verschachtelt hat, dass sie nicht da beginnen, wo ihre Wirkung sichtbar wird.

Beispiele derartiger Auswirkungen sieht man in einem Video, das im Blogger-Hilfe-Forum verlinkt und besprochen wurde, und zwar da: https://productforums.google.com/d/topic/blogger-de/39KupiAvNWo/discussion
So wirkt das Löschen von Bildern per "Entfernen" im Bildmenübalken:
Wenn man ein Bild löscht, indem man im Bildmenübalken auf "Entfernen" klickt, bleibt Rest-Code im HTML-Modus stehen, der später stören kann, nämlich der Folgende:

<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
</div>

Im Verfassen-Modus des Post sieht das nur aus, als wäre es eine normale Leerzeile. Es ist aber eine Leerzeile, die links und rechts nichts anderes zulässt. Deshalb stört das Kommando, wenn man beispielsweise darüber ein links oder rechts ausgerichtetes Bild stehen hat, neben das der folgende Text, zu dem auch diese spezielle Leerzeile gehört, fließen soll. Es wird dann nur der Text neben das Bild fließen, der über dieser Leerzeile steht.

Das verträgt der Blogger-Editor im Verfassen-Modus hingegen gut:

  • Hinein schreiben und mit den Schaltflächen formatieren
  • Unformatierten Text hinein kopieren (In einem reinen Texteditor geschrieben und vor dem Kopieren auch den Zeilenumbruch rausgenommen.) und dann erst im Blogger-Editor formatieren
  • Alte Formatkommandos erst rausnehmen, bevor man neue auf einen Text setzt. Per Klick auf den Rückgängig-Pfeil, wenn man das alte Kommando gerade erst gegeben hatte oder per markieren und Schaltfläche für's Rausnehmen, wenn das alte Kommando da schon länger drin war.
  • Bilder gleich an die richtige Stelle hochladen. Hatte man nicht darauf geachtet, wo der Cursor gerade stand oder will man später doch alles umgestalten, dann das Bild (das ja nur eine Verlinkung ist, nicht das Bild selbst) löschen und erneut "hochladen" (verlinken), diesmal aus dem Picasa-Album, in das man es schon hochgeladen hatte.
  • Bild im Post löschen, indem man eine Leerzeile darüber, das Bild selbst und eine Leerzeile darunter markiert und dann auf der Tastatur auf "Entf" drückt.

Wenn man sich daran hält und dann auch noch vor der Veröffentlichung in der Vorschau kontrolliert, ob alles so ist, wie man es haben will und ggf. kleinere Korrekturen vornimmt, deren Notwendigkeit man im Editor nicht sehen konnte, wie etwa, dass das Hinzufügen einer Leerzeile vor einer Überschrift erst das Ergebnis bringt, das man wünscht, dann erspart man sich viel unnötige Arbeit und viel unnötigen Ärger.

Ute Ziemes, sg.utez.de, 06.11.2012, Ergänzung 02.04.2014

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